Unsere Hunde orientieren sich in erster Linie nach unserer Körperhaltung. Für sie spricht es Bände. Unseren Hunden können wir nichts vormachen!

Man beobachtet oft, dass die Stimmung des Hundeführers sich so zu sagen spiegelbildlich auf seinen Hund überträgt. 

 

In allgemeinen gilt :

 

- geschlossene Haltung / Bewegungen : niedergeschlagen, schutzbedürftig, bedrückt. Der Körper richtet sich gegen Erde, alle Körperteile eng am Körper anliegend. Es deutet immer auf  Distanz und Unsicherheit.

- offene Haltung : gewendete Hände , das Zeigen von Weichteilen wie Bauch , umarmende Gesten. Sie bedeuten immer  Distanzverringerung, Sicherheit, Vertrauen. Für die Hunde bedeutet das Zeigen der Weichteile Versöhnung, Unterwerfung, denn da sind sie am empfindlichsten.

- Imponierhaltung : sehr gerade Haltung,straffer, federnder Gang, Versuch sich grösser zu machen deuten immer auf Dominanz. 

- Dominanz Stellung : sehr aufrechtes , straffes Stehen. Kopf gerade, versteifter Nacken, Blick nach vorn gerichtet. Man konzentriert sich auf dem Gegner. 

 

 

Dieses Foto zeigt einen entspannten , sicheren Hund

Auf diesem Foto ist der Hund zwar sicher , aber auch dominant

Distanz wird zwischen den Hunden visuell immer durch das Abwenden des Körpers gezeigt. Das gleiche gilt in der Beziehung Mensch-Hund. Ist der Hund zu aufdringlich , sollte man ihm "die kalte Schulter zeigen". Einfach sich mal abwenden, den Hund nicht ansprechen und kein Augenkontakt zu ihm halten.

 

Genauso wie bei den Menschen "einen in den Nacken zu spüren" bedeutet dieses Verhalten bei den Hunden Unterschreitung der Individualdistanz. Die Hunde empfinden es als sehr unangenehm, außer es ist gewollt. "Gruppenkuscheln" 

 

Legt man dem anderen die Hand auf die Schulter, unterbricht man ihm , taxiert man einen mit dem Blick, streckt man  seinen Körper und seinen Kinn , macht man sich groß, hebt seine Stimme, dann möchte man Macht und Aufmerksamkeit. Also man zeigt sich dominant.

 

Wer dem Gegner mit offenen Blick konfrontiert, möchte Konfrontation, sein Territorium ihm streitig machen. Schlecht sozialisierte Hunde reagieren auf einen offenen Blick von Menschen oft mit Unsicherheit oder auch Aggression.

Je sichere der Hund ist , desto entspannter ist er. Stellt der Hund seine Nackenhaare auf, ist er unsicher oder fordert einen auf. Sind die kompletten Rückenhaare aufgestellt , der Körper steif, bereitet der Hund sich auf einen Angriff vor.

 

Ihre Besitzansprüche zeigen die Hunde durch ihr Territorial- / Revier Verhalten. Die Hunde markieren ihr Territorium auf verschiedene Art und Weise. Durch Absetzen von Urin und Kot , Duftmarken, Haare, Kratzen oder durch ihre pure Anwesenheit.

 

 

Eine angespannte Situation . Die zwei Ranghöheren taxieren den Rangniedrigsten  : Zickenkrieg

Ablecken von Maul ist dagegen eine unterwürfige Geste.

Wälzen im Sand, Laub oder Gras ist immer ein Genusswälzen . Der Hund demonstriert eine starke soziale Sicherheit, fühlt sich wohl.

Aaswälzen ist dagegen eher als Parfümieren zu betrachten. Oft beobachtet man es bei jüngen Hunden  kurz nach erreichen der Geschlechtsreife.

Züchter
Andre´Schall

Kreuzfeldstrasse 11

77815 Bühl

 

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