Die Entwicklung der Welpen

 

Schon im Mutterleib zeigen die Welpen ersten Reaktionen auf bestimmte Umweltreize. Tast- , Geschmacks-, Geruchs-, Wärmeempfinden, sowie Gleichgewichtssinn sind bereits ausgeprägt.

Die ersten 14 Tage des Welpenlebens werden als vegetative Phase bezeichnet. Der Welpe kommt blind und taub auf die Welt und verbringt die ganze Zeit in der Wurfkiste mit den Geschwistern und der Mutter. Sogar die Ausscheidungen werden durch Ablecken des Bauchs durch die Hündin stimmuliert. In der Zeit kann es seine Körpertemperatur noch nicht richtig kontrollieren. Daher ist es darauf zu achten, dass die Raumtemperatur nicht über 28°C steigt, aber auch nicht unter 20°C fällt. Der direkter Windzug soll vermieden werden. Benutzen Sie eine Wärmelampe, soll der Welpe eine Möglichkeit haben ins Kühle zu robben. Man sollte aber die Welpen durchaus verschiedenen Wärmereizen aussetzen, für kurze Zeit versteht sich. Zum Beispiel die Welpen werden in die Hände genommen , von eine Hand in die andere gelegt, zur Seite gedreht, auf ein feuchtes, kaltes Tuch kurz gelegt. Damit wird die Wärmeempfindung der Welpen stimuliert und die Welpen abgehärtet.

Hat der Welpe über längere Zeit keinen Körperkontakt, stößt es typisches quäkendes Schrei aus.

Der Welpe entdeckt seine Welt durch Tast-, Geschmacks- und vor allem Geruchssinn (mittels Vomeronasal-Organs VON).

 

Zur Beginn der 3. Woche öffnen sich die Augen, mit 15-20 Tagen auch die Ohrkanäle des Welpen. Die Welpen werden motorisch immer sicherer, bewegen sich mehr und fangen damit an selbständig Kot abzusetzen. Alles wird ins Maul genommen und abgeschlabbert. Die Hündin kommt nur noch zum Säugen in die Wurfkiste.

 

 

Ende der 3. Woche beginnt die Sozialisierungsphase. In dieser Zeit sollen die Welpen mit so vielen Reizen wie möglich in Kontakt kommen. : diverse Untergründe, verschiedene Geräusche (Staubsauger, Klingel, Scheppern von Geschirr und leeren Metalldosen, Platzen von Luftballons), etc. 

Etwa ab der 4. Woche sind bei den Welpen alle Muskelgruppen vollständig entwickelt. Da beginnen wir damit die Welpen ans Außenwelt zu gewöhnen. Erst werden sie nur für paar Minuten ins Garten beim guten Wetter raus getragen. Später erweitern wir den Gartenaufenthalt. Wichtig ist die ständige Aufsicht im Garten, denn die Welpe versuchen in dem Alter alles anzuknabbern, was nur möglich ist. 

 

Ab der 8. Woche können die ersten Spaziergänge unternommen werden. Die Welpen werden an die Leine gewöhnt.

Die erste Autofahrt zum Tierarzt steht an. Die ärztliche Untersuchung wird auch daheim simuliert: Zähne zeigen, ins Maul und Ohren rein schauen lassen , auf die Seite legen.  

Während der Sozialisierungsphase speziell zwischen der 4. und 12. Lebenswoche lernen die Welpen sehr schnell. Bei allen Aktivitäten sollte man jedoch die Ruhepausen einhalten, sonst kommt es schnell zur Überforderung oder Erschöpfung.   

 

Erst nach der Wurfabnahme, frühestens mit Anfang der 9.Woche verlassen die Welpen uns und ziehen ins neues Zuhause um.

Züchter
Andre´Schall

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