Wie erziehe ich meinen Welpen richtig ?

 

Man sagt immer für eine gelungene Hundeerziehung braucht man in Prinzip nur 3 Sachen :

Zeit , Geduld und Konsequenz.

 

Also :

·         Konsequent sein ist alles !

Es bringt nichts , wenn einer von dem Tisch füttert , während die ganze Familie sich über die schlechten Manieren des Hundes beschwert. Der Besuch sollte sich natürlich auch an ihren Regeln halten!

·         Man soll alles loben, was richtig und gut ist. Damit wird das gewünschte Verhalten verfestigt.

·         Alles was falsch  ist , wird ignoriert oder mit einem konsequentem „Nein“ unterbunden.

 

Zum Beispiel , ihr Welpe hat die Schuhe angeknabbert ! Oh Schreck , Sie fangen an, ihn lauthals zu beschimpfen. Der Hund versteht aber den Sinn ihrer Worte nicht ! Für ihn heißt es : Schuhe kaputt gemacht = Aktion . Das Herrchen macht Radau, toll, noch ein Mal.

Richtig wäre : die Schuhe beiseite zu räumen, ein Knabberspielzeug für den Welpen zu besorgen und beim nächsten Knabberversuch an den Schuhen ein lautes, bedrohliches, konsequentes „Nein“  auszusprechen. Die Schuhe gehören Ihnen! Das Spielzeug dem Welpen.

 

Auch  „Belohnen“ muss gelernt sein! Dabei ist Timing das Wichtigste.

 

Zum Beispiel, Sie möchten mit ihrem Welpen „Sitz“ trainieren. Der Welpe führt das Kommando tadellos aus . Sie brauchen aber die halbe Ewigkeit , um die Leckerlis aus der Hosentasche zu ziehen. Der Welpe springt Sie an und bekommt in dem Moment sein Leckerli ins Maul geschoben. So entstehen falsche Zusammenhänge! Der Hund wurde für das Anspringen belohnt und so verbindet er es auch. Der Mensch hat nur circa 2 Sekunden Zeit, um das richtige Verhalten seines Hundes zu belohnen, damit der Hund es auch richtig verknüpft. Es müssen nicht unbedingt Leckerli sei, einfaches verbales Lob, Spielzeug, an der Seite klopfen genügen auch.  Hauptsache es geschieht rechtzeitig. Bitte aber nicht gleich Ausflippen, denn sonst erwartet der Welpe es jedes Mal. Auch später als ausgewachsener Hund bei der Prüfung.

 

Die ganze "Erziehung" und Beziehung Mensch-Hund basiert auf Kommunikation : verbal (Kommandos, Laute, Pfeifen, etc.) und non-verbal (Zeichen, Gesten, Körpersprache). Dazu empfehlen wir allen die Bücher von Martin Rütter , am besten vor dem Welpenkauf  durch zu lesen. Damit ersparen Sie sich viel Ärger und Zeit :) und es hilft Ihnen ihren Hund richtig zu verstehen.

 

Man muss sich schon im klaren sein , dass die Hunde ganz anders denken als wir Menschen . Die Menschen sind eher Gefühlswesen und reden zu viel . Dabei stimmt ihre Mimik und Gestik nicht immer mit dem Gesagten überein. Die Hunde sind totale Opportunisten! Das, was keinen Nutzen und keinen Erfolg bringt, macht auch keinen Sinn. Untereinander kommunizieren die Hunde wesentlich ausgeprägter und unmissverständlicher mit den Körpersignalen und achten bei dem Gegenüber gezielt darauf.

Bevor man überhaupt mit dem Trainieren anfängt , sollte man mit der ganzen Familie die Grundbefehle / Kommandosignale sich gut überlegen. Jeder Familienmitglied sollte die gleichen Kommandos verwenden, sonst kommt es schnell zur Überforderung des Hundes. Da der Hund die Wörter nicht nach ihren Bedeutung unterscheidet, sondern nach ihrer Akustik :  Tonlage, Klang und Intensität, sollte man als die Kommandos die Wörter wählen, die im Klang sehr unterschiedlich sind . 

Züchter
Andre´Schall

Kreuzfeldstrasse 11

77815 Bühl

 

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